Faste für die Umwelt

In der Fastenzeit verzichten viele Menschen auf Alkohol, Süßes oder Fleisch. Wie wäre es stattdessen 2021 etwas für die Umwelt zu tun –  Plastik zu fasten?

Plastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit – und so allgegenwärtig, dass es aus unserem Alltag nicht wegzudenken ist.

10 Fakten rund um Plastik:

Fakt 1: In unseren Meeren schwimmen bereits mehr als 5 Billionen Plastikteile und unvorstellbare Mengen an Mikroplastik.

Fakt 2: Über 700 Meerestierarten fressen inzwischen Plastik und jährlich verenden etwa 1 Millionen Seevögel und ca. 100.000 Meeressäuger durch unseren Plastikmüll. Die Tiere verheddern sich im Plastikmüll, verwechseln Plastikteile mit Nahrung, verhungern mit einem Magen voll unverdaulichem Müll oder ersticken daran.

Fakt 3: Plastik baut sich nur sehr langsam ab bzw. zerfällt zu Mikroplastik. Schätzungen zur Langlebigkeit von Plastik reichen von 450 Jahren bis „für immer“.

Fakt 4: Zwischen den Jahren 1950 und 2015 wurden weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert. Das entspricht mehr als einer Tonne pro Erdenbürger. Den allergrößten Teil machen Einwegprodukte und Verpackungen aus. Die weltweite Plastikproduktion ist in dieser Zeit von 2,1 Mio. Tonnen auf 406 Mio. Tonnen im Jahr angestiegen.

Fakt 5: 79% des weltweiten Plastikmülls landen auf Deponien oder in der Natur, 12% werden verbrannt und nur 9% recycelt.

Fakt 6: Plastik bedroht nicht nur unsere Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit. Weichmacher im Plastik verändern unsere genetischen Informationen und wirken im Körper wir Hormone. Sie können Allergien und hormonell beeinflusste Erkrankungen verursachen sowie Tumore, Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

Fakt 7: Mehr als 40 Prozent aller Kunststoffe wird nur einmal verwendet und dann weggeworfen.

Fakt 8: Der größte Absatzmarkt für Plastik sind Verpackungsmaterialien. Dieser Müll macht mittlerweile die Hälfte des weltweit produzierten Plastikmüll aus.

Fakt 9: Mit rund 14 Millionen Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes Land in Europa – Tendenz steigend.

Fakt 10: Im Durchschnitt verursacht jeder Deutsche 78 kg Verpackungsmüll pro Jahr, davon mehr als die Hälfte sind Plastikverpackungen.

Wir finden das sind genug Gründe, um anzufangen Stück für Stück auf Plastik zu verzichten.

Machen Sie mit, verzichten sie in der kommenden Fastenzeit auf Plastik. Wir helfen dabei mit Tipps und Anregungen. Die Vermeidung von Plastik leistet einen wichtigen Beitrag gegen Rohstoffverschwendung und Klimabelastung!

Die einfachen Schritte zuerst:

Tipp 1:

Kaufen Sie Obst und Gemüse am besten unverpackt.

Benutzen Sie für den Transport im Einkaufswagen bis zur Kasse keine Wegwerf-Plastiktüten aus den Tütenspender, sondern möglichst Mehrwegnetze oder transportieren Sie ihr Obst und Gemüse ganz ohne Verpackung.  

Tipp 2:

Verzichten Sie auf den Kauf von Produkten in Einwegplastikflaschen und Tetra Paks. Kaufen Sie Ihre Getränke in Mehrwegflaschen.

Ein einfacher Weg Getränkeverpackung komplett zu vermeiden, ist Leitungswasser zu trinken. Probieren Sie es ruhig mal aus, gern „verfeinert“ mit einem Schuss Sirup oder etwas Saft.

Tipp 3:

Bei der Mitnahme von Essen und Trinken, zum Beispiel zur Arbeit oder in die Schule, kann man ganz leicht viel Verpackungsmüll vermeiden. Nutzen Sie für das Essen eine Versperdose und für das Getränk eine wiederverwendbare Glas-oder Thermotrinkflasche aus Edelstahl abfüllt.

Externe Links zum Thema:

https://www.bund.net/themen/chemie/achtung-plastik/plastikfasten/?gclid=EAIaIQobChMI6MGEiN_T7gIVZGHmCh2uKglSEAAYASAAEgIhnfD_BwE

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/20265.html

https://www.duh.de/plastik-im-meer/

https://www.nationalgeographic.de/10-erschreckende-fakten-uber-plastik

https://www.swr.de/wissen/odysso/das-problem-mit-dem-kunststoff-wohin-mit-dem-plastikmuell-100.html

https://www.wwf.de/plastikflut/

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Unverpackt-Laden-Wie-teuer-ist-der-Einkauf,plastik294.html

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